Über SINGA

WAS

SINGA Deutschland bringt Menschen mit und ohne Fluchterfahrung zusammen und bietet ihnen einen Rahmen für die Verwirklichung gemeinsam gestalteter Projekte und Aktivitäten. 
 
Darauf aufbauend entwickeln wir gemeinsam mit den Beteiligten Programme, die es ihnen ermöglichen mit ihren individuellen Talenten und Kompetenzen zu einer inklusiveren Gesellschaft beizutragen.
 
Unsere aktuellen Programme sind ein berufliches Mentoringprogramm, Sprachaustausch, und verschiedene soziale und kulturelle Veranstaltungen.

WER

SINGA Deutschland ist Teil eines internationalen Netzwerks aus Organisationen in Frankreich, Kanada, Belgien und Deutschland, das Neuangekommene und Einheimische durch eine Vielfalt an innovativen Projekten miteinander verbindet.
 
Das erste SINGA wurde 2012 in Paris gegründet. Der Name heißt „Verbindung“ auf Lingala, einer Sprache aus der Demokratischen Republik Kongo. Das Ziel damals war es — in Ergänzung zu staatlichen Angeboten — Möglichkeiten zu schaffen, wo sich Geflüchtete und die lokale Bevölkerung auf Augenhöhe begegnen können. SINGA France wurde vielfach für die innovative Arbeit mit Geflüchteten ausgezeichnet und vereint inzwischen ein Netzwerk von über 15 000 Personen in ganz Frankreich. In der Folge haben sich Ableger formiert, die sich auf gemeinsame Werte berufen, ihre Angebote und Konzepte jedoch an den jeweiligen Landeskontext anpassen. Alle Initiativen agieren unabhängig, stehen aber im regen Austausch miteinander.
 
Dieser Artikel über die Arbeit von SINGA ist auf Englisch erschienen.

WARUM

Viele in Deutschland Neuangekommene möchten sich ein neues Leben aufbauen und unsere gemeinsame Zukunft mitgestalten. Deshalb sind sie auf der Suche nach sozialen Kontakten mit Menschen, die schon länger in Deutschland leben, mit denen sie Interessen teilen, Deutsch lernen und gemeinsame Projekte realisieren können. Gleichzeitig suchen viele Einheimische nach Möglichkeiten, geflüchteten Menschen zu begegnen. Sie möchten sich mit ihrem beruflichen und privaten Wissen sowie ihren Netzwerken einbringen um ein Zusammenleben auf Augenhöhe zu schaffen.

Auf beruflicher Ebene bringen viele Neuangekommene Erfahrungen, Wissen und wertvolle Qualifikationen mit. Sie sprechen oft mehrere Sprachen und sind überdurchschnittlich motiviert, ihre beruflichen Ziele zu verwirklichen. Die meisten von ihnen üben hier aber keinen Beruf aus, der ihr Potential berücksichtigt. Die Hauptgründe dafür sind neben der Sprachbarriere und administrativen Hürden ihr fehlendes Sozialkapital und mangelnde Vernetzungsmöglichkeiten. Der deutsche Arbeitsmarkt benötigt qualifizierte und motivierte Arbeitskräfte und viele ArbeitgeberInnen möchten Geflüchteten die Möglichkeit geben, Arbeit aufzunehmen. Dies gestaltet sich aufgrund mangelnder Vernetzung häufig schwierig. Unter anderem fehlt es an Möglichkeiten, bei denen sich Geflüchtete und potentielle ArbeitgeberInnen oder KollegInnen auf Augenhöhe kennenlernen können.